Natur-Bestattungen im Ruhrgebiet
Individuell und einzigartig wie der Mensch 

Die Urne

Die Bestattungsurne auch Graburne genannt ist ein seit dem Noelithikum bekannter Behälter zur endgültigen Bestattung oder Aufbewahrung der Asche von Verstorbenen nach einer Feuerbestattung. 

Die moderne Feuerbestattung und die damit verbundene Änderung der Urnenkultur in Deutschland beginnt mit der Inbetriebnahme des Krematoriums Gotha im Jahre 1878. Zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Deutschland nur fünf Krematorien, Gotha (1878), Heidelberg (1891), Hamburg (1892), Jena (1898) und Offenbach (1899). Mit Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl der Krematorien und damit einhergehend die Zahl der Einäscherungen sprunghaft zu. Bis zum Oktober 1937 war die Zahl der Feuerbestattungsanlagen im damaligen Deutschen Reich bereits auf 116 angestiegen. Deutschland verfügte zu dieser Zeit mit weitem Abstand über die meisten Einäscherungsanlagen in Europa. Insgesamt wurden bis zum 30. September 1937 über eine Million Einäscherungen durchgeführt. Die Entwicklung der Zahl der Einäscherungen in Dresden mag das verdeutlichen: Wurden in den ersten 18 Jahren des Bestehens der Feuerbestattungsanlage in Tolkewitz etwa 30.000 Einäscherungen durchgeführt, so verdoppelte sich diese Zahl in den acht Folgejahren. Die Zunahme der Feuerbestattungen erforderte eine juristische Gleichberechtigung mit der Erdbestattung. Darüber hinaus verlangte die zuvor bestehende Rechtsunsicherheit und Rechtszersplitterung eine einheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen, die den Verhältnissen der modernen Feuerbestattungsanlagen Rechnung trug. 

 Bereits in der Frühzeit der modernen Feuerbestattung wurde darauf Wert gelegt, die Asche pietätvoll zu behandeln, sie wird, ohne mit der Hand berührt zu werden, gesammelt und in eine Blechkapsel getan, die an Ort und Stelle verlötet wird. Die in einer einfachen Blechbüchse aus dem Krematorium kommende Asche sollte einer Verwechslung vorbeugen. Eine einheitliche Verschlusstechnik gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. So wurden Aschenkapseln teils verlötet, teils verschraubt und abgefeilt. Auf diese Weise ließ sich eine Urne nur noch gewaltsam öffnen.

Weil die Aschebehälter in Deutschland über mehrere Jahrzehnte oberirdisch aufgestellt werden durften, bevorzugte man dafür beständige Materialien, vorzugsweise Stein. In solche Überurnen wurde der Aschebehälter eingesetzt. Die Bestattungsgefäße wurden vielfach aus Naturstein gefertigt. In einfacheren Fällen kommen Metalle zum Einsatz. Da die Liegezeiten auf Friedhöfen begrenzt sind, vormals 30 Jahre, heute zunehmend 20 Jahre sind zudem Keramik, Glas und Kunststein anzutreffen. 

 Die Beisetzung in einer Schmuckurne gibt die Möglichkeit, in einer Urnenhalle oder nach der Trauerfeier auf einem Friedhof beizusetzen. Als imposant sind die möglichen Größen der damaligen Urnen zu bezeichnen: als maximale Höhe werden 80 cm, als größtmöglicher Durchmesser 40 cm angegeben. In dieser Zeit halten vorwiegend vasenförmige Urnen sowie Urnenstelen Einzug auf unseren Friedhöfen.

Wir bieten Ihnen eine riesige Auswahl an Urnen aus allen Materialarten an


 




 
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